Nachdem wir gestern am Rande eines Lagerkollers standen, sind wir heute nach dem Frühstück aufgebrochen in Richtung Süden um der Stadt und unserem Zimmerchen zu entkommen. In Chilanga, 18 km vor Lusakas Toren, gibt es einen botanischen Garten und einen kleinen Zoo. Also ab nach Downtown Lusaka zum „Chaosplatz“ um dort umzusteigen gen Süden. Zwei Sachen muss ich von vorgestern korrigieren: Es gibt doch einige Schilder mit Angaben zu den Fahrzielen und auch die Zahl der Passagiere in einem Minibus ist mit 15 untertrieben. Wir waren heute 20 Personen. Und beim öffnen der Schiebetür fiel dieselbe fast auf die Straße. Aber es bleibt einem nichts anderes übrig als zu vertrauen, dass es gut gehen wird, oder wesentlich mehr Geld auszugeben und auf einem komplett anderen Level zu reisen.
Wieder sind wir von freundlichen Menschen umgeben. Überall sind sie hilfsbereit wenn wir nach dem Weg fragen.
Ein junger Mann beginnt im Bus neugierig ein Gespräch mit uns und erzählt uns ein bisschen über sein Land und seine friendly and peaceful Landsleute. Dem können wir auch echt nur zustimmen...
„Feel free, its a free country“...Sein Willkommensgruß für uns in Zambia. Ja für uns ist es bestimmt möglich, alles zu machen, was wir möchten. Aber ist es auch eine 'free country' für alle Bewohner dieses .
schönen Fleckchens auf unserer Erde? Noch haben wir nicht viel gesehen, viel gehört, viel geredet. Noch vieles gibt es zu entdecken und zu erfahren...
Aber dann genießen wir die Ruhe in dem kleinen Park. Er ist nicht spektakulär aber gemütlich und wir lernen ein bisschen was über traditionelle Heilpflanzen, lesen und betrachten „wilde“ Tiere hinter Gittern...hoffentlich werden wir sie auch noch in freier Wildbahn sehen können.
Von schwarzen Regenwolken und knurrenden Mägen machen wir uns nachmittags wieder auf den Heimweg. Vorbei fliegt die durch die Regenzeit so wunderschön grüne Landschaft, doch bald hat uns die Großstadt schon wieder in Besitz genommen. Von der schwülen Luft erschlagen, lassen wir dann den Tag gemütlich ausklingen
16. Februar 2009
Was für ein Tag geht zu ende...
Wir kommen gerade zurück von einem ungeplanten und primär kurzem Ausflug...
Es ging darum Tindasi s Frau nach Hause zu fahren und dann wieder zurück zu kommen hier zum Campus. Maybe we take one or two drinks... Daraus wurden sicherlich 5 aber dazu später.
Zunächst war heute unser erster Arbeitstag in der Klinik. Und dieser fing natürlich nicht pünktlich an sondern, because there's no time in Afrika erst einige Zeit später. Natürlich waren wir (deutsche Pünktlichkeit!!) um 8 im Büro um uns die Station zeigen zu lassen. Aber von Wendy keine Spur...
Whatever... Irgendwann kam auch sie. Und dann gings auch gleich weiter... Es klappt alles, hier nur eben im african way... Dr. Kabongo nahm uns mit in sein Reich... zwischendurch klingelte das Telefon. Nicht nur einmal.. Ja, es waren viele Fragen, die er uns gestellt hat. Er war sehr nett und für uns war es auch neu hier alles auf englisch und in einem völlig neuen Kontext.
Egal der Abend war nicht zu übertreffen. Die Zambianer trinken jeden deutschen unter den Tisch. Das sei mal gesagt. Und wir haben kein einziges Bier bezahlt. Es kam und kam immer neues Bier auf den Tisch. Wir kamen gar nicht hinterher nein zu sagen. Just one more ende we will go... Der Slogan des Abends.
18. Feb 2009
So nun haben wir den 3. Tag im Krankenhaus absolviert. Bisher war es noch ein ganz schönes Chaos für uns. Wir wussten nicht wozu wir gehören, wie das Prozedere ist und an wen wir uns genau heften müssen bzw sollen. Kein Vergleich mit St. Lukes, wo alles sehr viel überschaubarer und familiärer ist. Das vermisse zumindest ich hier noch ein wenig. So ist noch nicht alles super etc sondern wir müssen uns hier noch ein wenig durchbeißen und zurechtfinden. Auch ist es schade, dass keine Studenten auf den Stationen sind. Sie haben alle ihre Prüfungen am Ende ihres Semesters und gehen dann in den Urlaub nach Hause. Es gibt sonst nicht viel zu tun hier. Ein wenig lernen und einkaufen.
Auf Station, habe ich heute meine erste Pleurapunktion gemacht. Nicht so erfolgreich, aber Dr. Zyomba hat es auch erst beim 4. Versuch geklappt... Um 14:30 Uhr kam dann einer der Chefs und hat eine sehr (!!!) ausführliche Visite gemacht. Es war aber auch sehr interessant. Es wurde aber ebenso viele Fragen gestellt, auch an uns. Wir haben uns ganz Tapfer geschlagen...
19. Feb 2009
Heute war unser „Dienst“ recht kurz. Ich habe meine erste Lumbalpunktion hier erfolgreich über die Bühne gebracht. Keine Lignokain, dafür Diazepam. Wir durften aber eine nicht ganz so erfolgreiche, aber martialische Perikardpunktion ohne Ultraschall-Kontrolle bewundern. Da unsere „Unit“ (=Team) heute Nacht Dienst hatte, waren wir nach einer kurzen Visite auf der Station um 11 Uhr für heute fertig. Wir haben dann uns entschieden in ein großes Einkaufszentrum zu fahren um einmal einiges was uns hier noch fehlt zu besorgen und einen weiteren Anlauf zu machen mit meiner Visa-Karte Geld zu bekommen. Leider Erfolglos...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen