Montag, 27. April 2009
Gruesse aus Harare...
Ich bin fasziniert von dieser Stadt, die voller LEben ist. Die GEschaefte sind voll, der US-Dollar gilt hier nun als Zahlungsmittel. Es geht bergauf.
Morgen breche ich auf nach St. Lukes.
Die Hochzeit war dieses Woe. Ich weiss nicht wann ich wieder Zugang zum internet habe... Wahscheinlich erst in ca 10 tagen in Livingston.
Ich bin aber auf meinem deutschen Handy hier in Zim erreichbar.
Gruesse
MO
Mittwoch, 22. April 2009
Zimbabwe rückt näher....
Gestern war ich in Kabwata zu Besuch bei Rudo's Schwester. Ich mag das Viertel irgendwie.
Donnerstag bin ich noch on call. Mal sehen wie es mir geht.
Jule ist gut in Katete angekommen und hat heute dort angefangen zu arbeiten.
Heute Morgen immer noch kein Wasser. Mir gehts leicht besser.
Grüße nach Deutschland..
MO
Montag, 20. April 2009
Halbzeit ist vorbei
So nun ist es an der Zeit Halbzeitbilanz zu ziehen:
Unzählige Moskitos und Kakerlaken allein in unserem Zimmer erledigt
Nicht ganz so viele Biere sind unten geflossen
Viele Stunden haben wir im Krankenhaus geschafft
Viele viele Passiancen haben wir gespielt
wir haben so viele nette Menschen kennengelernt
Zuverlässigkeit ist hier oft ein Fremdwort
Inzwischen war ich 6 mal beim Immigration-Office 8morgen haben sie zumindest mein Visum versprochen, siehe 6. !!!)
Noch ist kein Patient an den Folgen von HIV gestorben, nur viele an den Folgen
Noch ist keiner von uns ernsthaft krank geworden
Noch sind wir nicht ganz schwarz...
Noch sind wir nicht verheiratet
Wir fühlen uns hier wohl
Afrika ist nicht immer warm (ich sitze hier heute Abend mit 2 Pullis und Mütze!!)
Bisher wurde nur ein Pulli von mir gestohlen (von der Wäscheleine)
Irgendwie ist so viel passiert, aber es ist schwer alles hier zu erfassen. Deswegen ist obige Liste alles andere als eine komplette Bilanz...
Inzwischen haben wir beide unsere Visa bekommen. Insgesamt war ich dann acht mal dort. Egal nun besitzen wir einen kleinen eigenen zambischen Pass und haben ein Visum bis Ende März 2010.
Freitag Abend waren wir mit Sina und Tindi richtig lang unterwegs. Zuerst hier unten im Club, dann ab nach Downtown Lusaka in eine der angesagtesten und teuersten Disko: Chez Ntemba.
Ich habe mich nur bedingt wohl gefühlt. Bis auf die Musik, war es wie in Europa. Mir gefallen besser die veranzten und billigen lokale hier in Kabwata mit ihren kaputten Boxen, vergitterten Theken, Billardtischen mit krummen Kös und jeder Menge lärmender Menschen.
Aber es heißt, man muss einmal dort gewesen zu sein.
Jule hat nun doch ganz kurzfristig eine Zusage für das St. Francis Hospital in Katete bekommen und fährt Montag morgen die weite Strecke dorthin.
Freitag war Rebecca (die Schweizer Ärztin) kurz zu Besuch. Zusammen mir ihr waren wir im Kamwala-Market. Die Fahrt dorthin war wieder typisch für hier. Die Schiebetür des Minibusses hat sich zunächst geweigert zu schließen. Dann ist sie aus ihrer oberen Schiene geflogen (nichts ungewohntes) und am ende fiel sie ganz heraus. Wir (und einige andere im Bus) haben uns das Lachen verkniffen. Es sind einfach Schrottlauben, aber jede Fahrt ist ein Abenteuer und irgendwie lustig.
Ich bin auch quasi auf dem Sprung. Freitag morgen wartet das nächste Abenteuer. Endlich geht es nach Zimbabwe. Bis dahin ist noch viel zu erledigen. Also wartet eine stressige Woche auf mich. Ich bin gespannt, wie die Situation in Zimbabwe ist und hoffe, dass alles gut geht.
Davor melde ich mich aber bestimmt noch ein paar mal.
Bis bald
MO
Halkbzeit ist vorbei
So nun ist es an der Zeit Halbzeitbilanz zu ziehen:
Unzählige Moskitos und Kakerlaken allein in unserem Zimmer erledigt
Nicht ganz so viele Biere sind unten geflossen
Viele Stunden haben wir im Krankenhaus geschafft
Viele viele Passiancen haben wir gespielt
wir haben so viele nette Menschen kennengelernt
Zuverlässigkeit ist hier oft ein Fremdwort
Inzwischen war ich 6 mal beim Immigration-Office 8morgen haben sie zumindest mein Visum versprochen, siehe 6. !!!)
Noch ist kein Patient an den Folgen von HIV gestorben, nur viele an den Folgen
Noch ist keiner von uns ernsthaft krank geworden
Noch sind wir nicht ganz schwarz...
Noch sind wir nicht verheiratet
Wir fühlen uns hier wohl
Afrika ist nicht immer warm (ich sitze hier heute Abend mit 2 Pullis und Mütze!!)
Bisher wurde nur ein Pulli von mir gestohlen (von der Wäscheleine)
Irgendwie ist so viel passiert, aber es ist schwer alles hier zu erfassen. Deswegen ist obige Liste alles andere als eine komplette Bilanz...
Inzwischen haben wir beide unsere Visa bekommen. Insgesamt war ich dann acht mal dort. Egal nun besitzen wir einen kleinen eigenen zambischen Pass und haben ein Visum bis Ende März 2010.
Freitag Abend waren wir mit Sina und Tindi richtig lang unterwegs. Zuerst hier unten im Club, dann ab nach Downtown Lusaka in eine der angesagtesten und teuersten Disko: Chez Ntemba.
Ich habe mich nur bedingt wohl gefühlt. Bis auf die Musik, war es wie in Europa. Mir gefallen besser die veranzten und billigen lokale hier in Kabwata mit ihren kaputten Boxen, vergitterten Theken, Billardtischen mit krummen Kös und jeder Menge lärmender Menschen.
Aber es heißt, man muss einmal dort gewesen zu sein.
Jule hat nun doch ganz kurzfristig eine Zusage für das St. Francis Hospital in Katete bekommen und fährt Montag morgen die weite Strecke dorthin.
Freitag war Rebecca (die Schweizer Ärztin) kurz zu Besuch. Zusammen mir ihr waren wir im Kamwala-Market. Die Fahrt dorthin war wieder typisch für hier. Die Schiebetür des Minibusses hat sich zunächst geweigert zu schließen. Dann ist sie aus ihrer oberen Schiene geflogen (nichts ungewohntes) und am ende fiel sie ganz heraus. Wir (und einige andere im Bus) haben uns das Lachen verkniffen. Es sind einfach Schrottlauben, aber jede Fahrt ist ein Abenteuer und irgendwie lustig.
Ich bin auch quasi auf dem Sprung. Freitag morgen wartet das nächste Abenteuer. Endlich geht es nach Zimbabwe. Bis dahin ist noch viel zu erledigen. Also wartet eine stressige Woche auf mich. Ich bin gespannt, wie die Situation in Zimbabwe ist und hoffe, dass alles gut geht.
Davor melde ich mich aber bestimmt noch ein paar mal.
Bis bald
MO
Freitag, 17. April 2009
Postcall....
Egal. Heut wird ein großer Tag... denn ich werde heut mein Study-Permit bekommen... Mann, bin ich zuversichtlich, geh ich ja zum 8. Mal dorthin....
Immerhin hat Jule ihres gestern bekommen...
Gestern hatten wir einen Patienten mit einem Krokodil-Biß. Sieht man auch hier nicht alle Tage. Das Krok hat den 12 jährigen Jungen mal eben quer im Maul gehabt auf Brusthöhe!!
Und vieles andere...
Inzwischen haben wir die Hälfte unserer Zeit hier absolviert. Bilanz kommt bestimmt noch...
Grüße
MO
Dienstag, 14. April 2009
Offizieller Osterbericht 2009...
Ehrlich gesagt waren unsere Osterfeiertage alles andere als ein „frohes Fest“. Waren wir letzte Woche voller Vorfreude auf unseren gemeinsamen Ausflug nach Mongu zur legendären Kuomboka-Zeremonie, so wurden unsere Erwartungen am Freitag morgen zerschlagen. Ich hatte noch bis Donerstag spät abends gearbeitet, weil meine Unit „on Call“ war. Als ich hierher kam, hatte Brian, der Fahrer und Besitzer des Busses, mit dem wir dorthin reisen wollten, bereits erklärt, dass sein Boss ihn zum arbeiten am Wochenende eingetragen hatte. Außerdem waren er und jason bereits betrunken und so haben wir alle weiteren Pläne auf Freitag morgen, der Tag unserer Abreise verschoben. Am Freitag morgen haben wir vergeblich versucht Henry zu erreichen, in dessen Onkels Haus wir untergebracht sein sollten. Nun muss man sich dass ungefähr so vorstellen wie in München zur Zeit des Oktoberfests. Halb Zambia macht sich auf die Socken um dort zu sein. Also sind alle Unterkünfte restlos ausgebucht. Gegen Mittag rief Henry dann endlich zurück und verkündete, dass er heute sowieso nicht fahren könnte und darüber hinaus das Haus eh nicht frei sein sollte. Nun muss man aber auch wissen, dass über Ostern alle Lodges und Herbergen sonstwo ausgebucht sind. So haben wir vergeblich versucht, in den 4 freien Tagen hier aus Lusaka heraus zu kommen. Ich war ziemlich sauer, hatten wir doch alles 3 Wochen vorher geplant und uns auf unsere Freunde verlassen, dass alles zu organisieren. So haben wir eben hier ausgeharrt, versucht möglichst lange zu schlafen und heute, Sonntag, Großputz unserer „Wohnung“ gemacht, sowie unsere Wäsche gewaschen. So istes halt hier und ich glaube ich habe es weiter oben schon einmal erwähnt. Hier wird vor allem von den Männern große Töne gespuckt, aber vieles ist überhaupt nicht war. So ist jason auch überhaupt kein Doctor sondern „nur“ ein Bio-Ingenieur. Fazit: man kann nur wenig glauben was einem erzählt wird und sich selten etwas verlassen. Das, ist schade, aber irgendwann muss man es lernen.
So „peacefull“ die Zmabianer sich selbst gerne betiteln ist es hier dann auch nicht. Am Donnerstag kamen 2 Frauen mit Brüchen und Weichteilverletzungen ins Krankenhaus, die ihnen von ihren Männern zugefügt wurden. Weiterhin liegen 2 Männer mit Schussverletzungen auf den Stationen, die sie bei einem Überfall, erhalten hatten. Es ist sicherlich nicht vergleichbar mit Süd Afrika. Die Gewalt findet aber sicherlich hinter geschlossenen Fenstern statt. Das erschüttert mich. Denn es bleibt den Frauen nicht viel übrig als sich dem Schicksal zu fügen. Den eigenen Mann anzeigen bedeutet anschließend ohne allem auf der Straße zu stehen. Gesellschaftlicher und finanzieller Ruin.
Gerade kommen wir zurück von einem kleinen Ausflug. Wir waren hier in der Nähe was kleines Essen mit Rudo und ihrem ein gutes Jahr altem Kind Joy. Dann haben wir einen großen Spaziergang nach hause gemacht. Auf dem Rücken der Mutter ist das Kind schnell in den Schlaf gewiegt. Die letzten paar hundert Meter trage ich das Kind. Es wacht kurz auf, lässt dann aber bald wieder ihren Kopf auf meine Schulter sinken und schläft. Es macht noch keinen Unterschied zwischen Weiss und Schwarz, Gut und Böse. Auf der Strasse kommt mir ein Mann entgegen, er beginnt zu klatschen und sagt im Vorbeigehen: „ There`s no gender equality this side. Respect my friend. Keep it up!!“. So wird man immer wieder in Afrika überrascht.
Bis bald...
MO
Montag, 13. April 2009
Ostern..
Hier nur eben aus dem Internetkaffee. We got stuck in Lusaka, after our friends messed up our plans to go to Mongu.
Alles sehr schade, aber man kann, wie oben erwaehnt, eben nicht gut planen hier.
Gruess trotzdem nach Regensburg und Deutschland.
Ihr fehlt mir alle und auch Palmator habe ich dieses Jahr vermisst....
Gruesse
MO
Donnerstag, 9. April 2009
Nachtnotiz...
April 2009
Ich komme gerade nach hause. Bayern München hat glänzend verloren. 4:0 gegen Barcelona. Alle Championsleague-Spiele werden hier unten in unserem Club live übertragen. Davor habe ich Kapenta mit Süßkartoffeln gegessen. Kapenta sind diese kleinen getrockneten Fische, die ich oben schon einmal erwähnt habe. Meine Eltern können sich schon drauf freuen... Soeben habe ich noch eine Schar Kakerlaken erlegt. Die meinen sich immer in unserer Küche = Wohnraum = Schlafzimmer = ... auszubreiten wenn keiner da ist...
Jule ist im Nachtdienst. Ich bin morgen in der Chirurgie dran.
Ansonsten nicht viel neues. Ich bzw wir sind selten unter uns. Oft ist Besuch zum Mittagessen oder Abendessen bei uns oder man trifft sich unten.
Morgen bekommen wir hoffentlich unser Visum. Damit kann ich dann soviel wie ich will reisen und zahle in den Parks etc nur ein Bruchteil der Eintrittspreise.
Da ich zur Zeit gerne um halb 6 aufwache bin ich jetzt schon sehr müde.
Ob und wie unsere Reise nach Mongu am Wochenende klappt wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Davor ist definitiv keine exakte Aussage zu treffen. That's Afrika. Es ist besser, man fügt sich dem oder man geht unter...
Gute Nacht!!!
Mo
PS: Heute waren wir im Immigration... Ohne Erfolg. Also nächste woche wieder hin. Zum kotzen..
Mittwoch, 8. April 2009
Dienstag, 7. April 2009
Alles gut...
April 2009
Zurück vom Nachtdienst....
Kurzer aber heftiger Nachtdienst. Um 11 war praktisch nichts mehr los. Dafür aber davor. Inzwischen wurde die Notaufnahme wieder einmal wegen eines Cholera-Todesfalls geschlossen. Ein Toter von ca. 5 heute Abend.
Meine letzte Nachtschicht in der Inneren. Montag geht’s los in der Chirurgie. 3 Wochen dann geht’s nach Zimbabwe. Ich freue mich riesig drauf. Erstens meine Freunde wieder zu sehen, aber auch wieder in St. Lukes zu arbeiten, wenigstens für 2 Wochen.
Gute Nacht
Mo
April 2009
So meine ersten 2 Tage in der Chirurgie sind vorbei. Bisher noch nichts spannendes. Viele septische Wunden mit zum Teil unglaublicher Größe und Geruch. Mal sehen was noch kommt.
Ansonsten gibt es immer wieder kleine Dinge die uns freuen. Z.b hat eine Ärztin sich Pethidin gespritzt in der Arbeit wegen ihrer Regelschmerzen.
Heute morgen saßen wir zum frühstücken auf unserem Balkon. Derweil hat neben uns unsere Nachbarin ein Huhn geschlachtet und uns nun alles beigebracht, wie man die Innereien und Federn entfernt. Sie meinte Jule müsse das können, man weiss ja nie, ob sie nicht einen Mann hier in Zambia heiratet.
Meine Eltern haben ihren Flug gebucht und kommen nun sicher Ende Mai.
Soweit so gut. I let you know when serious things happen..
Mo
Ach ja: ruft mich doch mal an. Vom dt festnetz mit der Vorwahl 01805 151 051 kostet der Anruf 14cent pro min.. hier nochmal die Nummer: 00260976545746
Freitag, 3. April 2009
3. April 2009
Gestern waren wir in Kabwata unterwegs, einem Stadtteil gleich ums Eck. Das Leben pulsiert dort. Markt neben Bierhalls und Autowerkstaetten unter freiem Himmel. Musik von allen Seiten.
Jason hat heute seine Ergebnisse von seinem Examen bekommen. Er ist nun fertiger Arzt und faengt im Mai an zu arbeiten.
Ich bin etwas muede, weil wir etwas spaet ins Bett gegangen sind. Heute ist mein letzter Tag in der Inneren Medizin. Montag gehts in der Chirurgie weiter. Aber erst mal ein Nickerchen nach der Arbeit!!!
Das Leben pulsiert und wir schwingen munter mit.
Bis bald MO
