Samstag, 30. Mai 2009




Abflug der Eltern...



Ein wenig wie im Paradies...



Beim Kochen
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Kur, Urlaub und die letzten Wochen...

Liebe Freunde zuhause,

Ich bin auf Kur!! Nach unserem Unfall habe ich mich nur noch nach Ruhe gesehnt. So bin ich mit Racheal hier an den Kariba-See gefahren, zwischen Lusaka und Livingstone. In Batoka sind wir in einen Minibus gestiegen. Ich habe die ganze Fahrt bloß gehofft dass wir heil in Maamba ankommen. Von dort aus sind wir in ein uraltes Auto umgestiegen. Dieses Auto war eine einzige Katastrophe. Die Bremsen kaum zu spüren, Kupplung kaputt, nur startbar durch Schieben und das einzig gute war, dass man mit diesem Auto alles andere außer schnell Fahren konnte fahren konnte. Die schlechte Straße tat ihr übriges und für die 35km haben wir dann gute eineinhalb Stunden gebraucht!

Hier können wir unsere Seele baumeln lassen. Es ist warm ganz im Gegensatz zu Lusaka. Wir genießen auch die Zeit die wir hier für uns haben, als einzige Gäste. Genau das richtige um wieder neue Kraft zu schöpfen für die letzten Wochen und auch schon für zu Hause.

Wirwerden hier wohl bis Freitag bleiben.

Meine Eltern sind letzten Sonntag frühzeitig nach hause aufgebrochen. Es war eine schöne Zeit. Auch die letzten Tage in Lusaka. Wir haben es uns recht gut gehen lassen, dort im Hotel gefrühstückt und abends gegessen. Tagsüber habe ich sie durch die Märkte geführt und auch durchs Krankenhaus.


  1. May 2009


Gestern hatten wir noch einen ungeplanten Ausflug zu einer Insel im Kariba-See. Dort hatte anscheinend der Chef ein Zelt vergessen. Zusammen sind wir mit Chris dorthin gefahren. Zuvor haben wir aber auch noch einiges andere gemacht. Nach einem Frühstück aus den Resten der Bolognese-Soße und Süßkartoffeln, haben wir mit einigen Arbeitern hier Beachvolleyball gespielt. Als wir so richtig heiß und erschöpft waren sind wir in den Pool gesprungen. Racheal habe ich versucht das Schwimmen bei zu bringen. Vielleicht klappts heute besser...



  1. Mai 2009


Zurück in Livingston.

Gestern Abend sind Racheal und ich in Livingston angekommen. Früher und einfacher als wir befürchtet haben.

Mittwoch Abend haben wir noch Ziegenfleisch gegrillt und mit Chris das Championsleaguefinale angesehen. Barcelona hat 2:0 gewonnen und dafür musste Racheal noch nachts zeigen dass sei schwimmen kann!!

Diesmal sind wir 3mal so schnell nach Maamba gekommen als auf dem Hinweg. Ich saß hinten auf einem Pickup zusammen mit einem Engländer und anderen. So sind wir durch den Bush gebrettert. In Maamba hat uns direkt ein Typ mit nach Batoka genommen, for free! Gut für meinen Geldbeutel der langsam zu neige geht.

Nun bin ich hier für ca 14 Dollar pro Nacht fürs DZ in einem relativ heruntergekommenen Guesthouse untergekommen. Aber es ist ok.

Ich werde versuchen heute mal hier im Krankenhaus vorbei zu schauen. Vielleicht kann ich ja die letzten 2 Wochen hier arbeiten.

Dann geht es auch schon nach hause. Der Abschied wird alles andere als leicht!

Bis bald


Mo

Freitag, 22. Mai 2009

Die Nachwehen...

Muli bwanji aus Lusaka.
Um allen Befürchtungen hier zu klären: Uns geht es gut!
Die Blessuren weichen und auch mental geht es uns Tag für Tag besser. Wri sind bloß etwas erschöpftund sehnen uns nach Ruhe. Im wahrsten Sinne des Wortes ist us der Schreck in die Glieder gefallen. So fühlen wir uns.
Dennoch erkunden wir hier die Stadt. Für mich weniger neu als für meine Eltern. Gute Ablenkung allemal!!
Heute waren wir auf dem Citymarket. Ein riesen Gewusel an Leuten, Geschäften und Ständen.
Morgen kommt Racheal aus dem Norden und Jule aus dem Osten.
Alle sgute in D. Bis bnald.

MO

Mittwoch, 20. Mai 2009




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Auf dem Weg nach Chipata



Unterhaltung pur, glaubt mir, nichts ist sicher!!



Unsere täglichen Begleiter...

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Still alive...

So, nun sind wir früher als geplant zurück in Lusaka... Aber dazu später mehr.
Zunächst mal von vorne.
Am Mittwoch letzte Woche kamen meine Eltern pünktlich und mit Gepäck hier in Lusaka an. Nach einem kruzen Bier in ihrer Lodge, sind wirzum Autoverleih um unserAuto in Empfang zu nehmen.
Am, frühen abend haben wirdann noch bei uns unten in der kantine gegessen.
Ich war happy! Neben meinen Eltern kam nachts noch einkurzer Besuch aus Livingstone.
Nach einem gemeinsamen Frühstück und Großeinkauf, gings dann endlich etwas verspätet gen Nordosten. Vorbei an vielen Dörfern, über den Luangwa bis Petauke. Am nächsten Morgen, gings weiter über Chipata auf die gegen ende recht schlechte Piste nach Mfuwe. Dort haben wir uns im Track & Trail Camp direkt am Luangwa-Fluss eingenistet. Herrlich!! Jede Menge Hippos im Fluß, dei uns zusammen mitdenAffen unterhalten haben.
Von dort aus habenwir 3 Touren in den South Luangwa Nationalpark gemacht. Viele Tiere! Nebem Elefanten, jede Menge Gazellen und Zebras, haben wir einen Leoparden und mehrere Hyänen gesehen. Wirklich sehr schön!
Abends den Grill angeschmissen, morgens mit Blick auf den Fluß und die Hippos gefrühstückt. Dieselben streiften nachts zusammen mit Elefanten durch unser Camp.
Leider hatten wir auch einige Probleme mit unserem Auto. Der Turbo war hin und die Bremsen auch. Jemand hatte vorher statt Bremsflüssigkeit, Öl eingefüllt und so hats mit der Zeit die Dichtungen des Hauptbremszylinders kaputt gemacht. Nun waren wir relativ im Bush... Und so hat es einige Zeit gedauert bis wir ales gerichtet bekamen. Typisch Landrover eben...
Dienstag am frühen Nachmittag machten wir uns dann auf in Richtung Chipata.
Noch war nicht entschieden, in welche Richtung wir uns als nächstes wenden sollten. Letztendlich entschieden wir uns, aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, haben wir uns dann entschieden in Richtung Lower Zambesi National Park zu fahren. In Chipata haben wir unspektakulär übernachtet. Gestern morgen machtenwir uns auf denWeg in Richtung Lusaka. Nach 130 km haben wir die Kontrolle über den Wagen verloren, sind ins Schleudern gekommen und nachdem wir uns 2 Mal überschlagen haben und der wagen im Graben stand, waren wir heilfroh (!!!!!) ohne größere Verletzungen aus dem Auto zu steigen. Alle 3 waren wir etwas unter Schock, aber außer Prellungen und kleinen Wunden, waren wir noch am Leben.
Keine 3 Stunden später saßen wir im Bus nach Lusaka und waren froh, im Hotel ins Bett zu sinken.
Bis bald!

MO

Zurück in Lusaka

Dienstag, 19. Mai 2009

Chipata

Liebe Freunde,
Ich bin gerade mit meinen Eltern hier im Osten Zambias unterwegs. Die letzten 5 Tage waren wir im Bush unten im Luagwa_Tal mit unserem Landriver 130. Typisch fuer Landroover hatten wir natuerlich auch massive Probleme mit dem AutO: Turbo hats zerlegt und die Bremsen haben versagt. Das hat uns 3 Tage gekostet. Dennoch war es wunderschoen. Mitten in der Natur. Die Hippos und Elefanten gehen nachts durchs camp und man hoert am anderen Ufer die Loewen bruellen.
Nun gehts es weiter in richting Lower Zam,besi National Park. Leider bleibt uns ncht genuegend Zeit um nach Malawi zu gehen.
Soweit so gut. Sobald ich zurueck in Lusaka bin, gibts natuerlich alles wieder viel ausfuehrlicher und bebildert!!! Nur von hier aus der Provinz ist das nicht sooo einfach.
Versprochen.
Gruesse

Moritz

Dienstag, 12. Mai 2009

Just nothing

Nothing much to say. Mum n Dad are coming tomorrow.
Sometimes life is not fair!!

Bye

Moritz

Montag, 11. Mai 2009

Tag am Zambesi



300 -400 Us$ all inkl VP/Nacht...



Sunset at the Zambesi



In the back the Hippos roaring...
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Zurück in Lusaka

Eigentlich sollte ich schon gestern abend in Lusaka sein... Aber ich hab den 13 Uhr Bus verpasst und der nächste ging erst um 20:30 Uhr. So wa ich die ganze Nacht unterwegsund heute morgen um 5 Uhr zu hause.
es war noch ein seh schöner Tag. Rachel und ich haben noch einen schönen Tag am Zambesi verbracht. Im Hintergrund die Hippos, die lauthals ihrer Stimmung kund taten, 1-2 Bier und die ganze Lodge für uns. Nichtstun und die Sonne im Nacken und sich nebenbei über Gott und die Welt unterhalten. Ich mag sie. Sie mich auch. Leider ist meine Zeit hier überall soo begrenzt.
Schade...

MO

Samstag, 9. Mai 2009

Aufbruch nach Lusaka

Nach einem schönen Abendessen in der Waterfrontlodge am Zambesi, und einer kurzen Nacht, gehts heut nach Lusaka zurück...
Hier bleiben wieder Freunde zurück.
Gestern abend habe ich wohl einen der verrücktesten Namen kennengelernt. Ein junger Rasta aus Malawi hieß: Preacher Chickenpizza Saka.

Bis bald MO


Abschied aus St. Lukes. Warten auf Transport...



St. Lukes: Chauke, Memory, Mo, Memory, Dzidzai



Zu Fuß über dir Grenze. Vic-Falls-Regenbogen in der Abendsonne



Myself @ Vic Falls
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Livingston

So, meine Lieben...
Zum 2. Mal hier in Livingston.
Wieder eine Dusche direkt an den Fällen. Diesmal habe ich keinen Touristen-Preis mehr bezahlen müssen, sondern nur einen Bruchteil dessen. Mein Study-Permit machts möglich.
Auch hier treffe ich bekannte Gesichter. Schön!
Morgen gehts nach Lusaka.
Zimbabwe fehlt mir... Wohl aber eher dieMenschen dort.
Ich stell gelich noch n paar Fotos rein..
Grüße

Mo

Freitag, 8. Mai 2009



HARARE Downtown



Meine Mitfahrgelegenheit nach St. Lukes.



Eshter Munenge, ein knappes Jahr nach ihrem katastrophalen Unfall...



Selbes Foto wieletztes Jahr...
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Das Brautpaar..

 
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Livingston

Liebe Freunde,
Ich bin gut zurück in Zambia. Der Abschied war wie immer schwer und traurig. man weiss nie wann man sich wieder sieht.
Per Anhalter bin ich heute nach Vic Falls gefahren und gut, ohne Probleme über die Grenze gekommen. Hat alles zwar lange gedauert, aber das lag daran, dass ich mich mit so vielen Leuten unterwegs unterhalten habe.
Sonntag gehts zurück nach Lusaka.
Bis bald

MO

St Lukes, Zimbabwe

27.April 2009

Nun ist außer mir auch der Strom zurück in Zimbabwe....
Aber erst mal eins nach dem anderen.
Es ist Montag und ich bin seit 3 Tagen zurück in Zimbabwe. Donnerstag habe ich noch die halbe Nacht gearbeitet. Jason hat mich dann richtig wütend gemacht, weil er uns unser Geld was wir ihm geliehen haben nicht zurück gegeben hat und darüber hinaus sich noch äußerst blöd verhalten hat. Ich war frustriert, dachte ich doch ich könnte ihm trauen.
Naja, nach einer kurzen Nacht war ich pünktlich um 7:30 Uhr am Busbahnhof und habe mir die Beine in den Bauch gestanden bis sich dann endlich der Bus, mit beinahe 1 Stunde Verspätung, gegen 10 Uhr auf den Weg gen Süden gemacht hat.
Nach einem Höllenritt über die Hügel hinunter ins Zambesi-Tal waren wir relativ zügig in Chirundu, der Grenze zu Zimbabwe. Der Grenzübertritt war relativ einfach. Keinerlei Probleme mit dem Visum und Zoll. Und nun war ich endlich wieder in Zim.
Nach einer schier endlosen Fahrt (10 Stunden) kam ich endlich in Harare, der Hauptstadt an. Es war schon dunkel. Ich hatte gehofft, dass Chauke und Dzidzai schon warten. Ich hatte etwas Sorgen über meine Sicherheit im generellen in Zimbabwe und auch im speziellen am Busbahnhof in Harare. Aber ich hatte wohl vergessen dass ich in Afrika bin. Natürlich waren sie nicht dort... Egal ich dachte am besten ich unterhalten mich mal ausgiebigst mit den Taxifahrern die wie Geier um mich herumwuselten. Naja, nach 15 min kamen sie angerannt und wir vielen uns in die Arme. Alle Enttäuschung von gestern Abend waren verflogen. Ich war in Harare.
Was für eine Stadt. Kein Vergleich mit Lusaka, ein Dorf dagegen!! Schon bei Nacht hatte ich den Eindruck. Aber dennoch gab es keinen Strom und infolge dessen auch kein Wasser. Ich war aber herzlichstuntergebracht mit allen anderen bei einer Tante von Dzidzai. Sogar in einem eigenen Zimmer. Spät ins Bett und früh wieder raus, denn es mussten noch einige Einkäufe erledigt werden. Eigentlich sollte alles um 8:00 Uhr losgehen... aber allein unsere Einkäufe zogen sich bis weit nach 9 hin.
Dann zog der Konvoi los in Richtung Hochzeit. Dort angekommen wurde wieder gewartet bis alles bereitet war. Dann zogen das Brautpaar samt Trauzeugen und Brautjungfern ein. Ein rauschendes Fest! Mit DJ, Master of Ceremony, Hochzeitstorte, Tanz und Essen, aber ohne Alkohol und um 16:30 Uhr war alles vorbei. Zurück zu Hause, immer noch kein Strom. Heute wurde aber wenigstens auf Kohle im Wohnzimmer gekocht! Ich fühle mich hier wohl, sogar wohler als in Zambia. Ich werde hier aufgenommen in deren Haus, ohne wenn und aber.
Ich dachte eigentlich ich könnte am nächsten Tag ausschlafen, aber denkste... 5:40 Uhr hat Chauke mich geweckt. Auf zum Haus der Eltern des Bräutigams. Es sind uralte Rituale. Die Braut wird nach langen Reden im Hause der Eltern des Bräutigams willkommen geheissen. Sie bringt ein Huhn und Maismehl mit. Dann muss sie mit Hilfe ihrer Freundinnen, ein Essen für die Familie zaubern.
Als alles vorbei war, wurden Chauke und ich in die Stadt gebracht und dort abgesetzt, damit wir einen Minibus zum Haus ihres Cousins nehmen konnten. Diese Busse... Ein Wunder, dass sie überhaupt noch fahren... Aber darüber habe ich ja bereits oft berichtet. Wieder wurde ich sehr herzlich im Hause aufgenommen, hatte mein eigenes Zimmer etc. Als Mann hat mans hier wirklich sehr gut!! Man bekommt sein Essen aufgetischt, egal zu welcher Uhrzeit, morgens wird einem das Badewasser angerichtet, kochend heiß und egal ob Strom da ist oder nicht. Ich bin mit Don, Chaukes Cousin gegen abend losgezogen in eine Bar. Ich war perplex. Ein komplett anderes Zimbabwe als ich es bisher kannte. Es wurde getrunken, eine Liveband hat drinnen gespielt. Draußen wurde auf Wunsch Essen auf einem Grill zubereitet. Für mich alles unfassbar.
Am nächsten Morgen habe ich erst mal ausgeschlafen. Kurz nach Mittag sind wir Richtung Stadt aufgebrochen. Zunächst zu einer Shopping-Mall. Keine Spur von der katastrophalen Lage einige Monate zuvor. Reges Treiben. Weiter in Richtung Stadt, vorbei am Paryienyatwa Hospital. Das größte KH in Zimbabwe und Top-Referal-Hospital. Vor einigen Wochen noch geschlossen. Dann sind wir durch Harare geschlendert. Zunächst durch einen großen Park, dann vorbei an riesigen Hotels, vorbei am Hauptquartier des MDC, der Wiege der Demokratie in Zimbabwe!?! Eine bunte lebendige Stadt, die gerade anfängt wieder auf zu blühen. Aber man bekommt immer wieder auch zu spüren, das es noch massive Probleme im Land gibt.
Dienstag waren wir um 7:30 Uhr an der Straße in Richtung Bulawayo, um ein Bus, Sammeltaxi oder Mitfahrgelegenheit zu bekommen. Das ging alles sehr schnell und im nu fand ich mich mit 12 anderen in einem Auto wieder auf dem Weg. 5-6 Stunden und einige Polizeikontrollen später war ich froh heil in Bulawayo aus dem Auto zu steigen. Die ersten bekannten Gesichter trifft man bereits hier! Nach ein paar Stunden haben wir uns an die Straße nach Vic Falls gestellt. Diesmal fiel unser Reisefahrzeug etwas größer aus. Ein uralter riesiger Truck in dem wir in der Fahrerkabine noch etwas Platz fanden. Die 140km bis St. Lukes dauerten ewig. Die 10 min zu fuß waren dagegen eine Wohltat, trotz Gepäck.
Und da war ich wieder in St. Lukes. Viele vertraute Gesichter, viele schlossen mich in ihre Arme. Es war richtig schön. Die Lage hier aufdemland ist aber alles andere als rosig. Und Dr. Schales sieht die Lage sehr skeptisch. Immer noch ist Mugabe an der Macht. Es kommen zwar mehr Hilfsgüter und Gelder ins Land, aber aus Zimbabwe und von den Zimbabwern selbst kommt noch relativ wenig. Doch er macht weiter. St. Lukes wächst weiterhin, dank der vielen Spenden aus Deutschland.
Gestern war ich mit ihm in Bulawayo um ein großes Kontingent an Medikamnenten entgegen zu nehmen. Alles von Unicef. Aber es sind zum Teil dringend benötigte Medikamente und Materialien. Abends saßen wir wieder mit der Patres aus Bulawayo zusammen und alte Geschichten machten wieder die Runde. Dazu gab es eine Flasche Rotwein und Schweizer Käse. Alles liebevolle und einfache Menschen.

7.Mai 2009

Meien Zeit hier in St. Lukes geht dem Ende entgegen. Viele Eindrücke nehme ich wiede rmit nach Hause. Gute, schöne aber auch traurige. Sbusiso, der Sohn von Nadzau, kam mir am ersten Tag strahlend entgegen. Dabei ist er erst 3,5 Jahre alt. Memory Sibindi ist inzwischen hier im YDC untergebracht und absolviert hier einen PC-Kurs. Am Samstag war ein kleines Sportfest hier in St. Lukes. Natürlich hat unsere Manschaft gewonnen. Am Sonntag sind Chauke und ich nach Gwaai gefahren, ca 100 km in Richtung Vic-Falls, um Esther Munenge wieder zu sehen. Der ein oder andere wird sich evtl noch an den LKW-Unfall von meinem letzten Aufenthalt hier erinnern. Sie war, damals 17 Jahre alt, von einem LKW erfasst worden. Heute läuft und lacht sie. Es war wunderschöner Tag. Daneben aber auch schlimmer Fälle im Krankenhaus. Eine junge Frau kam aus dem Bush, nachdem sie Probleme bei der Geburt hatte. 3 Tage war das Kind im Geburtskanal eingeklemmt. Durch den Druck ist das umliegende Weichteilgewebe nekrotisch geworden, sie kann nicht mehr laufen, da der Ischiasnerv auch betroffen ist, sie hat multiple Fisteln, eine demolierte Blase und das Kind konnte natürlich nur Tod geborgen werden. Darüber hinaus wurde sie vergewaltigt, ist nun 17 Jahre alt, HIV positiv, aber strahlt singt und lacht bei der Visite. Wahrscheinlich begreift sie gar nicht das Ausmaß ihrer nun lebenslangen Probleme. Solche und viele unglaubliche Fälle kommen hier täglich ins Krankenhaus und lässt erahnen wie weit das Land von einer Stabilisierung entfernt ist. Auch hier im Krankenhaus selbst. Die ersten Tage kein Strom, dann 4 Tage kein Wasser, gestern abend haben wir alle dann eine Dusche genossen, über Nacht war aber wieder der Strom fort und somit heute auch wieder das Wasser. Es wird nie langweilig. Und man ist gut beraten, immer einen Eimer Wasser im Bad stehen zu haben, alleine schon fürs Klo!!
Keine Sorge, ich habe in den letzten Jahren gelernt mit all den Sachen umzugehen und genieße meinen kurzen Besuch hier. Morgen mache ich mich auf den Weg nach Livingston.